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N E W S L E T T E R   Mai 2019
zu neuen Wohnformen und verbindlichen Nachbarschaften

Inhalt  Tragen Sie Ihr gemeinschaftliches Wohnprojekt auf unserer Website ein!


Aktuelles und Informationen

Werkstatt des Niedersachsenbüro: "Projektwissen nutzen - Initiativen vernetzen", Mo 24.06.19, Hannover

Projekt-Initiativen stehen oft vor ähnlichen Herausforderungen. Damit nicht jede Initiative das Rad neu erfinden muss, macht es Sinn, miteinander ins Gespräch zu kommen und auf die Erfahrungen anderer zurückzugreifen.
Die Werkstatt möchte daher niedersächsischen Initiativen einen Rahmen bieten, um anstehende Herausforderungen zu diskutieren, Chancen zu erkennen und bestehendes Wissen an andere Engagierte weiterzugeben. Ziel ist es, neue Impulse für eigene Projekte aus den Bereichen Neue Wohn- und Wohn-Pflegeformen sowie Nachbarschaftshilfen zu bekommen. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen werden die Teilnehmenden durch die Werkstatt begleiten.

14.00 - 17.00 Uhr, Stadtteilzentrum Krokus, Thie 6, 30539 Hannover

Programm.

Die Kosten für die Exkursion betragen 50,- Euro inkl. Infomaterial (30,00 € für Mitglieder des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e. V., Bundesvereinigung).

Anmeldung bis zum 10.06.2019 bitte direkt auf unserer Website oder an anmeldung@neues-wohnen-nds.de.



Exkursion des Niedersachsenbüro am 05.06.19 in die Region Weser-Ems - noch wenige Plätze frei

Alle Information siehe Termineintrag weiter unten.



Save the date:
12. Nds. Fachtag Wohnen im Alter des Niedersachsenbüro am 28.11.19 in Oldenburg: "Wohnprojekte 2.0. - Impulsgeber für zukunftsfähige Gemeinschaften vor Ort"

Thema des Fachtags ist der Beitrag gemeinschaftsorientierter Wohnformen zum Aufbau zukunftsfähiger lokaler Gemeinschaften. 
Dabei spielen Kooperationen mit anderen Akteuren eine maßgebliche Rolle: Über die Integration von Pflege-, Unterstützungs- und Beratungsangeboten, aber auch bürgerschaftlich getragenen Strukturen wie Nachbarschaftshilfen, Sozialgenossenschaften oder Bürgervereine, können Menschen im gewohnten Umfeld alt werden. Im Kern beleuchten wir im Rahmen des Fachtags vier Best-Practice-Projekte verschiedener Initiatoren, die aufzeigen, wie zukunftsfähige Gemeinschaften im Sinne des 7. Altenberichtes aufgebaut werden können. Erfahrungswissen soll geteilt und Impulse für den Start neuer Projekte gegeben werden.  

Der Fachtag findet statt in Kooperation mit dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems und der Stadt Oldenburg.

Das vollständige Programm finden Sie demnächst auf unserer Website.



Gefördert durch "Kommunen innovativ": Projekt "Kommunaler Entwicklungsfond - KIF" legt erste Ergebnisse vor

Eines von fünf in Niedersachsen geförderten Projekten in der Fördermaßnahme "Kommunen innovativ" des BBSR ist der "Kommunale Innenentwicklungsfonds KIF". „KIF“ schafft zusätzliche finanzielle Spielräume für attraktive Ortszentren. Aus einem freiwilligen und selbstverwalteten Fonds wollen niedersächsische Kommunen der Landkreise Nienburg/Weser und Gifhorn Gelder für deren Entwicklung generieren. Göttinger Wirtschaftswissenschaftler erforschen die Langzeitwirkung des Fonds.

Im September und Oktober 2018 fanden in den Landkreisen Nienburg und Gifhorn Planspiele zum KIF – dem kommunalen Innenentwicklungsfonds – statt. Die Planspiele ermöglichten es, die Rahmenbedingungen für die Umsetzung des innovativen Fonds zu testen und einzelne Aspekte, z.B. Ein- und Auszahlungsmodalitäten des Fonds, vertieft zu diskutieren.

Festzuhalten ist, dass das KIF-Modell in den beteiligten Landkreisen gut angenommen wird. Ein Fondsmodell, welches zum einen "Bottom-Up" gestaltet und zum anderen auf einem Solidaritätsprinzip aufgebaut ist, wird mehrheitlich positiv wahrgenommen. Es eröffne ggf. zusätzliche finanzielle Gestaltungsmöglichkeiten in den Kommunen und kann ein wirkungsvoller Beitrag zur Verbesserung des regionalen Zusammenhalts und der Lebensqualität angesichts der Folgen des demografischen Wandels sein.

Die Ergebnisse werden in die Erarbeitung einer Förderrichtlinie sowie in die Feinjustierung des Bewertungsverfahrens einfließen.

Mehr Informationen zum Projekt KIF.

s. auch Termineintrag zur Fachkonferenz "Kommunen innovativ"



Landkreis Gifhorn unterstützt Initiativen für gemeinschaftliches Wohnen - Veranstaltung am 02.04.19

Landrat Dr. Ebel eröffnete die Veranstaltung des Landkreises Gifhorn und hob hervor, dass gerade in den Dörfern und kleinen Städten des Landkreises Menschen der Generation 55+ bewusst den Schritt in die nächste Lebensphase gehen und sich Gedanken über Alternativen zu ihren gegenwärtigen Wohnverhältnissen machen. Eine dieser Alternativen stellen gemeinschaftliche Wohnprojekte dar. Die verschiedenen Möglichkeiten der Realisierung einer solchen Projektidee, Anregungen für mögliche Vorgehensweisen, Rechtsformen oder Finanzierungen, aber auch zu beachtende Hindernisse waren Inhalt der Veranstaltung „Zusammen planen und gemeinsam wohnen“ am 02.04.19.

Gut 100 Gäste waren der Einladung in den alten Rittersaal gefolgt und hatten nach einem einführenden Vortrag von Ingeborg Dahlmann, 2. Vorsitzende des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung, sowie Vorstellungen von Best-Practice-Beispielen Gelegenheit, Fragen an die jeweiligen Expertinnen und Experten zu stellen. Marion Borchardt vom Wohnprojekt Rosenhaus in Varel und Wilfried Herget vom Verein GraueHaare - buntesLeben e.V. in Wennigsen berichteten von der Umsetzung verschiedener Modelle gemeinschaftlichen Wohnens. Im letzten Teil der Veranstaltung ergriffen verschiedene Gruppen aus dem Landkreis Gifhorn die Gelegenheit, sich mit ihrem jeweiligen Anliegen zu präsentieren, um Gleichgesinnte für ihre Vorhaben zu gewinnen.

Um den Teilnehmenden an der Veranstaltung und weiteren Interessierten die Chance zu geben, sich auch weiterhin auszutauschen und über den Fortschritt der unterschiedlichen Vorhaben zu diskutieren, unterbreitete der Landkreis Gifhorn das Angebot, für ein folgendes Netzwerktreffen den notwendigen Rahmen in Form eines Raumes zur Verfügung zu stellen. Mehr als 30 Anwesende haben sich daraufhin für ein solches Folgetreffen registrieren lassen. Sollte daraus ein festes Netzwerk entstehen, gibt es bereits eine Person, die sich für die zukünftige Organisation bereit erklärt hat. Stattfinden wird das Treffen am 23.05.2019 von 18.00 bis 20.00 Uhr im Kaminraum des Schlosses Gifhorn. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen.

Zur Dokumentation der Veranstaltung.

Kontakt: Torsten Haf, Stabsstelle Demografie, torsten.haf@gifhorn.de



Erfolgreiche Informationsveranstaltung zum Gemeinschaftlichen Wohnen in Buxtehude am 13.04.19

Die Buxtehuder Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt unterstrich in ihrer Begrüßung die Notwendigkeit von gemeinschaftlichen Wohnprojekten und versprach die Unterstützung der Stadt. Ingeborg Dahlmann, die zweite Vorsitzende des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung, gab zur Eröffnung einen umfassenden Überblick über die Rahmenbedingungen gemeinschaftlicher Wohnprojekte.

Eingeladen hatte der Verein
„Gemeinschaftliches Wohnen in Buxtehude e.V.“, der bereits ein Projekt in der Stadt verwirklicht hat. Mit der Veranstaltung wollte der Verein über alternative Wohnformen für ein selbstbestimmtes Leben auch im Alter informieren und Interessenten für die beiden neuen Buxtehuder Wohnprojekt-Initiativen gewinnen.

Über 50 Personen folgten den Ausführungen der Referentinnen sowie der Bewohnerinnen und Bewohner des Projekts in der Sonnentaustraße, die seit 2012 in einem Miet-Wohnprojekt gemeinsam wohnen und leben. Im Anschluss präsentierten sich die beiden neuen Initiativen. Sie
hoffen, innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre ihre Projekte realisieren zu können.

Zum Bericht.



Bericht über gemeinschaftliches Wohnprojekt "Gemeinsam statt einsam e.V." in ZDF-Sendung

Am 19.04.19 wurde im ZDF in der Sendung "Dietrich Grönemeyer, Leben ist mehr" ein Einblick in das Wohnprojekt "Gemeinsam statt Einsam e.V." aus Hannover gegeben. Eine der Hauptpersonen ist die neue Mitbewohnerin, die ab Juni in das Wohnprojekt einziehen wird.

Zum Beitrag in der ZDF Mediathek.



Neue Studie des BBSR: Stiftungen und neue Akteure für eine gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik

Das Engagement von Stiftungen und anderen Akteuren für bezahlbares Wohnen steht im Mittelpunkt einer aktuellen Studie, die im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung entstanden ist. Die Studie beschäftigt sich mit Fallbeispielen aus dem In- und Ausland und deren Organisations- und Finanzierungsmodellen.

Die Bandbreite reicht von Stiftungen über beratende Organisationen bis zu Hausprojekten. Die in der Studie untersuchten Projekte und ihre Träger zeigen in ihrer Rechtsform und ihrem wohnungswirtschaftlichen Konzept ein vielfältiges Bild – und verfolgen teilweise traditionelle, teilweise innovative Ansätze. Einige Hausprojekte setzen dabei auch auf die Trennung von Gebäude und Boden, der ihnen von Stiftungen im Erbbaurecht überlassen wird.

Die Projekte wirken sich auch auf das Zusammenleben im Quartier positiv aus, indem sie Menschen miteinander vernetzen und als Vorbild für andere Vorhaben wirken.

Zur Studie.


Achtung Spam:
E-Mails - nur scheinbar vom Niedersachsenbüro

Leider tauchen immer wieder E-mails mit dem Absender des Niedersachsenbüro auf, die jedoch nicht von uns verschickt wurden. Dort werden bspw. Links zu Rechnungen aufgeführt mit dem Hinweis, diese anzuschauen.
Bitte klicken Sie diese Links nicht an und löschen Sie die E-mails!

Laut Aussage verschiedener IT-Expertinnen und Experten gibt es keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen. Wir bitten Sie, uns im Zweifelsfall telefonisch oder per E-mail zu kontaktieren, bevor Sie einen Rechnungslink oder ähnliches öffnen.
Zur Information: Rechnungen versenden wir immer nur als pdf im Anhang einer E-mail (und auch nur, wenn Sie sich für eine unserer Veranstaltungen angemeldet haben), Links verwenden wir nur im Newsletter oder in unseren Rundmails im bekannten Design.



Termine

Vortrag des Niedersachsenbüro im LEADER-Lenkungsausschuss, 28.05.19, Schneverdingen

Nicht öffentlicher Vortrag zu Neuen Wohnformen im Alter von Dipl.-Ing. Andrea Beerli, FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung, im Rahmen einer Sitzung des LEADER-Lenkungsausschuss Niedersachsen.



Neues Wohnen Niedersachsen unterwegs: Exkursion in die Region Weser-Ems nach Beverbruch, Lastrup und Goldenstedt, Mittwoch, 05.06.19

Eine Veranstaltung des Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter in Kooperation mit dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems.
10.00 bis ca. 17.30 Uhr, Start und Ziel ist der Bahnhof Oldenburg.

Im westlichen Niedersachsen wurden seit 2015 zahlreiche Projekte im Nds. Förderprogramm Wohnen und Pflege im Alter gefördert. Diese Projekte unterstützen v.a. ältere Menschen dabei, möglichst lange selbstbestimmt und selbständig im gewohnten Umfeld wohnen und leben zu können - auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. Einzelne Projekte realisieren weitere Bausteine wie z.B. Fahrdienste oder Begegnungsorte mit Angeboten für das ganze Quartier oder Dorf.

Wir besuchen folgende Projekte, die uns von Projektverantwortlichen vor Ort erläutert werden:
* ein überwiegend ehrenamtlich betriebenes Betreuungs- und Freizeitangebot in Garrel-Beverbruch in den Räumen eines ehemaligen Einkaufsladens
* ein ambulantes Wohnprojekt für ältere Menschen mit einer psychischen Grunderkrankung in Lastrup, angedockt an ein stationäres Angebot und zu Konditionen der Grundsicherung
* zwei kombinierte ambulant betreute Wohngemeinschaften, realisiert von einem privaten Investor in Ellenstedt

Zum vollständigen Programm.

Die Kosten für die Exkursion betragen 59,- Euro inkl. Infomaterial (35,00 € für Mitglieder des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e. V., Bundesvereinigung).

Anmeldung bis zum 29.05.19 bitte direkt auf unserer Website oder an anmeldung@neues-wohnen-nds.de.




Das Niedersachsenbüro beim Tag der Niedersachsen, 13.06. - 15.06.19, Wilhelmshaven

Im Rahmen des Tags der Niedersachsen ist das Niedersachsenbüro im "Niedersachsendorf" und dort im Zelt des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung mit einem Informationsstand vertreten. Informationen zum Tag der Niedersachsen.

Samstag und Sonntag wird das gemeinschaftliche Miet-Wohnprojekt "Rosenhaus am Seilerweg" aus Varel am Stand zu Gast sein. Die Bewohnerinnen beantworten gerne Fragen zur Realisierung Ihres Projekts sowie zum Miteinander im Alltag.

Fachkonferenz "Reale Utopien - Gemeinschaftliche Wohnformen als Trittsteine der Stadtentwicklung", 20.06.19, Potsdam

Die meisten gemeinschaftlichen Wohnformen enstehen aus der Initative von Einzelpersonen bzw. engagierten Gruppen heraus. In der Summe der Projekte werden dabei eine Vielzahl von großen und kleinen Wohninnovationen umgesetzt, indem Antworten auf ökonomische, ökologische und soziale Fragestellungen gefunden werden. Diese wurden im Rahmen des BMBF-Forschungsprojektes „Von Pionieren zur städtischen Praxis – Potenziale gemeinschaftlichen Wohnens zur Lösung demografischer und sozialer Herausforderungen - Laborstadt Potsdam“ in den zurückliegenden 3 Jahren (2016-2019) untersucht.

Die Abschlusskonferenz des dreijährigen BMBF-Forschungsprojektes dient zum einen der Vermittlung der Projektergebnisse in die Landschaft der Wohnprojekte, in die Fachwelt und die kommunale Praxis. Zum anderen sollen von der Veranstaltung aktivierende Impulse für die Weiterentwicklung des Themas in Potsdam ausgehen.

Mehr Informationen und Anmeldung.



Save the date: Fachkonferenz 2019 der Bundes-Fördermaßnahme "Kommunen innovativ", 11. u. 12.09.19, Halle (Saale)

Das BMBF unterstützt mit „Kommunen innovativ“ Forschungsverbünde aus Kommunen und Wissenschaft, die in den Bereichen Ortsentwicklung, Infrastruktur oder öffentliche Dienstleistungen Lösungen für die Probleme des demografischen Wandels erarbeiten. Die Fördermaßnahme ist Teil des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA) und startete im Juni 2016 mit der Auswahl der Projekte, sie endet 2020.

Die Fachtagung 2019 wird die Präsentation und den Austausch über die Ergebnisse aus den Projekten der Fördermaßnahme in den Fokus rücken, wobei auch Vertreterinnen und Vertreter aus den Ministerien und Spitzenverbänden sowie aus interessierten Kommunen einbezogen werden. Vorgesehen sind drei parallel stattfindende Themenräume sowie ein „Marktplatz der Ergebnisse“. Die Veranstaltung wird zudem auch  Raum für Dialog und Erfahrungsaustausch bieten. Diskutiert werden wird, wie die innovativen Ansätze und neuen Erkenntnisse der Verbundvorhaben eine zukunftsfähige und nachhaltige kommunale Entwicklung befördern.

Mehr Informationen zur Fachkonferenz.


Save the date: Abschlussveranstaltung des vdw "Wie geht Quartier?", 18.09.19, Hannover

Abschlussveranstaltung zum Projekt Entwicklung einer Handlungshilfe für das Quartiersmanagement des vdw Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen e.V.

Inhalt des Projektes ist die Entwicklung von Instrumenten und Methoden, die den Menschen in den Quartieren nicht mehr nur „Wohnen“, sondern vielmehr „Wohnen und Leben“ ermöglichen. In der Abschlussveranstaltung am 18.09.19 ab 10 Uhr werden die Ergebnisse vorgestellt und die Strategien für Quartiersentwicklung gemeinsam diskutiert. Ergänzt wird die Veranstaltung durch einen Ausblick auf künftige Themen und Projekte im Quartier zu den Komplexen generationengerechte Gestaltung, Technik und Senioren.

Zur Website "Wie geht Quartier?" des vdw.




Literatur-Hinweise und Links

Neuer Förderleitfaden zu Bundes- und Landesmitteln im Bereich der Daseinsvorsorge in Niedersachsen

Der Förderleitfaden des Bündnis Innovation in der Daseinsvorsorge Weser-Ems ist eine sehr gute Orientierungshilfe zu allen relevanten Fördermitteln des Bundes und des Landes Niedersachsen für Projekte in den Handlungsfeldern Gesundheit und Pflege, Mobilität, Wohnen sowie Soziales Miteinander.

Zur Broschüre.


Neue Veröffentlichung des Netzwerk SONG: Policy Paper "Neu denken, mutig handeln"

Mit einem neuen Policy Paper zeigt das Netzwerk SONG (Soziales neu gestalten) die notwendigen Weichenstellungen für den Umgang mit den künftigen Herausforderungen auf: Alterung der Gesellschaft, Pflegekräftemangel, steigende Ansprüche an Inklusion und Integration. Es verdeutlicht, dass das Drehen an einzelnen Stellschrauben nicht mehr genügt. Stattdessen ist die Bündelung und Vernetzung sämtlicher Ressourcen und Potenziale der verschiedenen gesellschaftlichen Akteure erforderlich. Mit sechs Prinzipien werden die für den notwendigen Wandel entscheidenden Haltungen beschrieben und an Praxisbeispielen erläutert. Ferner wird aufgezeigt, welche politischen Weichenstellungen erforderlich sind.

Zur Broschüre.


Veröffentlichung: ALLENgerecht Wohnen und Leben - Erfolgsrezept kommunal initiierter Bürgerbeteiligung

Ein Beitrag von Thomas Hauer und Alexander Grünenwald (BauWohnberatung Karlsruhe) im eNewsletter des Wegweiser Bürgergesellschaft 04/2019 vom 17.04.2019

Viele Gemeinden – besonders im ländlichen Raum – sehen sich mit der Herausforderung eines Strukturwandels konfrontiert und fragen sich, wie Wohnen und Infrastruktur besonders für ältere Bürgerinnen und Bürger sowie gemeinsam mit ihnen gestaltet werden kann. In der Praxis ist es jedoch nicht immer leicht, innovative, beteiligungsorientierte Wohnprojekte umzusetzen. Wie dies trotzdem gelingen kann und wie Wohnprojekte abseits des gängigen altengerechten Wohnens aussehen können, zeigen Dr. Thomas Hauer und Alexander Grünenwald in ihrem Beitrag an zwei Beispielen aus Süddeutschland.

Die BauWohnberatung Karlsruhe ist seit mittlerweile mehr als 20 Jahren im Bereich der Initiierung, Begleitung, Moderation aber auch Evaluierung und Beforschung von Planungs- und Umsetzungsprozessen im Bereich des gemeinschaftsorientierten und neuen Wohnens tätig.  

Zum Beitrag.


Zur Website der BauWohnberatung.



Interview

Interview mit Katharina Franzke, Wohnen in Northeim GmbH, Geschäftsleitung, und Thorsten Müller, Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Vorstand im Regionalverband Südniedersachsen zum Projekt "Q4 - Wohnen am Wieter" in Northeim

Wer sind die Wohnen in Northeim GmbH und die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.?
Die Wohnen in Northeim GmbH ist das größte Wohnungsunternehmen rund um die Immobilie in Northeim. Schon vor über 80 Jahren wurde die damalige “Northeimer Wohnungsbau GmbH” als kommunale Gesellschaft gegründet. Nach dem Verkauf der kommunalen Anteile der Northeimer Wohnungsbau GmbH an die Kreis-Sparkasse Northeim wurde zum 01. Januar 2008 die Gesellschaft mit der 1949 gegründeten Gemeinnützigen Kreiswohnungsgesellschaft mbH fusioniert. Bis heute wurden weitere Neubauten realisiert oder die Wohnhäuser saniert.
Unsere Hauptaufgabe sehen wir als kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen in der Wohnraumversorgung der Bürgerinnen und Bürger mit knapp 1.500 Wohnungen in der Stadt Northeim sowie weiteren 500 im Landkreis Northeim. Damit bieten wir Wohnungen in den Ortsteilen Sudheim, Höckelheim und Langenholtensen sowie den Gemeinden Nörten-Hardenberg, Moringen und Uslar an. Gesellschafter sind u.a. die Kreis-Sparkasse Northeim und der Landkreis Northeim.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist seit mehr als 60 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen aktiv. Seit ihrer Gründung 1952 entwickelte sich die Johanniter-Unfall-Hilfe mit heute mehr als 20.000 Beschäftigten, knapp 36.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und rund 1,3 Millionen Fördermitgliedern zu einer der größten Hilfsorganisationen Europas. In der Tradition des evangelischen Johanniterordens zählen zu unseren Aufgaben heute unter anderem Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz und Erste-Hilfe-Ausbildung. Hinzu kommen soziale Dienste wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Betreuung und Pflege von älteren und kranken Menschen. International engagieren wir uns in der humanitären Hilfe, etwa bei Hunger- und Naturkatastrophen.

Was haben Sie gemeinsam umgesetzt?
Das Bau- und Dienstleistungs-Projekt „Q4-Wohnen am Wieter“ verbindet unserer beider Erfahrungsschatz auf dem jeweiligen Gebiet: ein für alle Belange sinnhaft gebautes Gebäude, welches die Möglichkeit bietet, dort Generationen zusammenzubringen. 13 Wohnungen, eine Kita (zwei Krippen- und eine Kindergartengruppe), eine trägergestützte ambulant betreute Wohngemeinschaft für demenziell Erkrankte und ein Quartierstreff, welcher intern die Bausteine in Verbindung bringt und auch ins Quartier agiert.
Eine Vernetzung und Kooperation mit vielfältigen Akteuren Northeims zum Wohle der Nutzer ist obligat. Die Wohnungen werden durch die Wohnen in Northeim GmbH vermietet, sie sind barrierefrei erreichbar und zum Teil rollstuhlgerecht. In der Wohngemeinschaft werden bis zu 11 Mieterinnen und Mieter ihr Leben weitestgehend autonom leben, jedoch so viel Hilfestellung im Alltag, Betreuung und Pflege erfahren, wie benötigt, auch rund um die Uhr.

Sind die Angebote für alle Bevölkerungsschichten finanzierbar?
Für die ambulant betreute Wohngemeinschaft trifft das grundsätzlich zu. Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist Generalmieterin der Wohngemeinschaft und erhebt eine ortsübliche Miete, damit auch Sozialleistungs-Beziehenden der Einzug nicht verwehrt wird. Jedoch ist die Wohnform kein Sparmodell - der Eigenanteil ist vergleichbar mit dem eines guten Pflegeheims (bei 24-Std. Pflege und Betreuung). Das Leben in dieser individuellen kleinen Gemeinschaft setzt Kommunikation voraus - die Mieterinnen und Mieter (von Fall zu Fall auch die Angehörigen oder gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuer) schließen untereinander eine Mietervereinbarung, in der sie unter anderem Einzugskriterien festlegen. Hier können wir als Betreiber nur bedingt mitentscheiden - aber wir unterstützen bei der Frage nach der Finanzierbarkeit und beraten gern im Vorfeld.

9 von 13 Wohnungen, vertrieben über die Wohnen in Northeim GmbH, sind nach § 3 Abs. 2 NWoFG (Niedersächsisches Wohnraumfördergesetz) gefördert und werden an Geringverdiener, Haushalte zwischen 2 - 4 Personen mit Wohnberechtigungsschein vermietet. Die Wohnungsgrößen sind zwischen 59 und 90 m² und es besteht auch die Möglichkeit für Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger, die Wohnungen zu mieten.

Der  Quartierstreff lebt vom Mitmachen aller - daher sind Angebote in der Regel kostenfrei bis zum Selbstkostenpreis. Der Raum und die Deckung der Nebenkosten werden durch die Wohnen in Northeim GmbH bereitgestellt, die Angebote aus und für die Bevölkerung durch eine/n Quartiersmanager/in koordiniert und (mit) durchgeführt. Wir werden dort Angebote für alle Generationen ermöglichen und unabhängig von Kultur, Herkunft oder Religion arbeiten. Wir möchten verbinden.

Der Quartierstreff arbeitet nach innen mit Kita, Wohngemeinschaft und Bewohnerinnen und Bewohnern der Wohnungen und nach außen ins unmittelbare Quartier und ganz Northeim. Neben offenen Angeboten wie Kaffeetrinken und Mittagstische sind z. B. Vorträge, Beratungsangebote und Hausaufgabenhilfe geplant, aber auch der Aufbau ehrenamtlicher Unterstützung.

Ein besonderes Anliegen sind uns generationenübergreifende Begegnungen: gemeinsame Aktivitäten in Haus und Garten sowie gegenseitige Unterstützung im Alltag ermöglichen ein verständnisvolles Miteinander. Was genau entsteht, was die Menschen bewegt und wobei sie sich einbringen möchten, hierzu sind wir offen und begleiten den Weg.

Ein solches Projekt ist nur in Kooperation möglich. Warum haben Sie sich als Wohnungsunternehmen entschieden, diesen Weg zu gehen?
Durch die Anfragen unserer Mieterinnen und Mieter, aber auch durch die Beobachtung des Marktes, können wir Veränderungen deutlich feststellen. Zum einen ist die passende Wohnung wichtig, damit unsere Kunden sich wohl fühlen. Aber genauso wichtig ist die Möglichkeit der Teilhabe am Leben, der Nachbarschaft sowie die Infrastruktur des Wohngebietes.

Bei einem Neubauvorhaben sehen wir als Wohnungsunternehmen daher auch den Aspekt, nachhaltig eine lebendige soziale Infrastruktur anbieten zu können. Mit dem „Q4 – Wohnen am Wieter“ ist es uns gelungen, mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. als Kooperationspartnerin ein Konzept zu entwickeln, das in einem besonderen Maß die zukünftigen Bedarfe beim Wohnen deckt. Die Verknüpfung der Kompetenz der Johanniter-Unfall-Hilfe in den Bereichen der Kita, der Pflege und des Quartiersmanagements mit unserer wohnungswirtschaftlichen Erfahrung führt zu diesem besonderen Ergebnis.

Welche Erfahrungen haben Sie in der Planungs- und Realisierungsphase gemacht? Was raten Sie anderen Akteuren, die ähnliches verwirklichen wollen?
Die Erfahrungen der Kooperationspartner sind eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Umsetzung. Auf der einen Seite braucht es ein professionelles Nutzungskonzept, auf der anderen Seite den Bau eines Gebäudes, das die Umsetzung des Konzeptes ermöglicht. Beides muss perfekt sein und es erfordert eine gegenseitige Agilität für die Erreichung des Ziels – hier sollte insbesondere die Chemie zwischen den Akteuren stimmen. Klarheit von Anfang an, verlässliche Absprachen, bedarfsgerechte Planung und der gemeinsame Wille, etwas für die Menschen zu schaffen, bilden die Grundlage. So entsteht ein wertvolles Miteinander in der Kooperation.
Notwendig sind auch aufmerksames Zuhören und das Erfragen der Wünsche und Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger, um mit einem zukunftsweisenden Gebäude und sinnvollen Dienstleistungen die Menschen zu erreichen.

Gibt es noch freie Wohnungen oder Zimmer in der ambulant betreuten Wohngemeinschaft?
Die Mietwohnungen sind zum größten Teil bereits vermietet, die rollstuhlgerechten Wohnungen sind noch nicht fest vermietet.

In der ambulant betreuten Wohngemeinschaft für an Demenz erkrankte Menschen sind noch Zimmer frei. Nähere Informationen zu dieser familiären Wohnform mit individueller Pflege erhalten Sie bei: Nadine Abmeier, Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., unter 0162/ 211 97 92 oder per E-Mail (s. Kontakt unten).

Kontakt

Wohnen in Northeim GmbH
Arthur Lutsch
lutsch@wohneninnortheim.de
www.wohneninnortheim.de

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Nadine Abmeier
nadine.abmeier@johanniter.de 
www.johanniter.de


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Tragen Sie Ihr gemeinschaftliches Wohnprojekt auf unserer Website ein

Sie haben ein gemeinschaftliches Wohnprojekt realisiert? Auf der Website des Niedersachsenbüro finden Sie eine Übersicht niedersächsischer Projekte in unterschiedlichster Trägerschaft.
Dort besteht weiterhin die Möglichkeit, eigene Projekte
einzutragen und damit zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch
der Projekte in Niedersachsen beizutragen!

Zur Web-Übersicht gemeinschaftlicher Wohnprojekte in Niedersachsen.

Bestellung und Download Broschüre "Der Wohnprojekte-Atlas".

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Dipl.-Ing. Andrea Beerli
Arbeitsbereich Neue Wohnformen und verbindliche Nachbarschaften
NIEDERSACHSENBÜRO Neues Wohnen im Alter
FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung

Wenn Sie diese E-Mail (an: a.beerli@fgw-ev.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

NIEDERSACHSENBÜRO Neues Wohnen im Alter
Hildesheimer Str. 15
30169 Hannover
0511/ 16 59 10- 80
info@neues-wohnen-nds.de
www.neues-wohnen-nds.de

FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung
www.fgw-ev.de
Dr. Josef Bura, Vorstand
Vereinsregister Amtsgericht Hamburg Nummer 13509
St.nr. 25/206/41090
(Spenden-) Konto 8446100, BLZ 25120510, Bank für Sozialwirtschaft Hannover
IBAN: DE 6125 1205 1000 0844 6100 BIC: BFSW DE33 HAN